Smart Home – Steuerung von Haushaltsgeräten im Fokus

Abbildung 1: Im Smart Home lässt sich alles miteinander vernetzen: von der smarten Steuerung der Beleuchtung und der Heizung über smarte Waschmaschinen bis hin zur Multimedia-Anlage.

Die Anforderungen an moderne Neubauten und auch modernisierte Altbeuten sind hoch. Sie sollen wirtschaftlich, energieeffizient, komfortabel, langfristig nutzbar und nachhaltig sein. Um das zu erreichen, hat sich ein Markt für technikunterstütztes Wohnen entwickelt. Haustechnik, Haushaltsgeräte und auch Dienstleistungen werden intelligenter und lassen sich miteinander vernetzen. Diese technischen Lösungen sollen intuitiv bedienbar sein und sicher zusammen funktionieren. Durch die vielfältigen Möglichkeiten soll der Energieverbrauch sinken, der Komfort steigen und das Gebäude insgesamt sicherer sein. Die Technik lässt sich dabei individuell an das Alter und die Bedürfnisse der Bewohner anpassen. Im Smart Home gibt es intelligente Einzellösungen, wie beispielsweise eine intelligente Steuerung für die Heizung. Ebenso ist ein vollständig vernetztes und intelligentes Haus möglich. Dabei lassen sich grob drei Funktionsbereiche unterscheiden: Haushaltstechnologie, Haustechnik und Unterhaltungselektronik.

Haushaltstechnologie auf smarte Art

Die smarte Bedienung von Haushaltsgeräten, beispielsweise kommunizierende Kühlschränke, gehören hier ebenso dazu, wie die programmierbare Wasch- oder Kaffeemaschine. Einige der gängigen Haushaltsgeräte gibt es schon in der smarten Version. Für andere Geräte gibt es Steckdosenadapter, mit deren Hilfe sie sich integrieren lassen. Prinzipiell ist es möglich, alle Abläufe im privaten Wohnbereich miteinander zu vernetzen und zentral zu steuern. Hier sind dann alle Bereiche miteinander vernetzt: Kaffeemaschine, Kühlschrank, Waschmaschine, Babyphone, Überwachungskamera und sogar der Handtuchtrockner im Bad.

Es ist möglich, verschiedene Szenarien zu programmieren. Beispielsweise sind Kaffee und frischer Toast morgens pünktlich fürs Frühstück schon fertig oder die Waschmaschine startet zu einer bestimmten Uhrzeit das Waschprogramm, wenn alle schon aus dem Haus sind. Der Staubsaugerroboter dreht seine Runden durchs Haus. Dabei gibt es laut Staubsauger.net die verschiedensten Modelle für jeden Geldbeutel.

Mittlerweile nutzt jeder dritte Bundesbürger einem Bericht auf Bitkom.org zufolge mindestens eine Smart-Home-Anwendung.

Sprach- und App-Steuerung für fast alle gängigen Geräte

Abbildung 2: Smarte Haushaltsgeräte lassen sich ganz einfach per App oder via Sprachsteuerung bedienen.

Über schaltbare Steckdosen lassen sich ganz normale Haushaltsgeräte in das Smart-Home-System integrieren. Daneben gibt es besonders schlaue Produkte, die sich vernetzen und via App bedienen lassen. Die renommierten Hausgerätehersteller haben mittlerweile alle smarte Geräte. Diese lassen sich per Sprachsteuerung bedienen oder von unterwegs aktivieren. So kann beispielsweise der bereits vorbereitete Auflauf ganz alleine garen, während niemand zuhause ist. Zur Essenszeit entfällt dann die lange Garzeit und das Essen kann direkt auf den Tisch.

Smarte Waschmaschinen dosieren alleine

Abbildung 3: Wie weit die Entwicklung wohl noch geht? Moderne Waschmaschinen können schon heute selbstständig erkennen, welche Art Wäsche sie waschen sollen, wie schmutzig sie ist oder wie viel Wäsche geladen wurde.

Bei der Wäschepflege gibt es ebenfalls smarte Unterstützung. Moderne Waschmaschinen ermitteln das Gewicht der verschmutzten Wäsche selbst, ebenso die Qualität und den Verschmutzungsgrad. Sie dosieren das Waschmittel selbstständig und starten alleine das korrekte Waschprogramm. Ist das Waschprogramm abgelaufen, gibt es eine Benachrichtigung auf das Smartphone.

Kühlschrank mit eingebauter Kamera

Smarte Kühlschränke haben teilweise Kameras eingebaut. Die User können damit von unterwegs schauen, was noch im Kühlschrank steht. Per Smartphone oder Tablet lässt sich nachsehen, wie viel Milch noch in der Flasche ist oder wie frisch der Salat noch aussieht. So lässt sich der Einkauf einfacher planen, ohne lange überlegen zu müssen. Von Samsung gibt es sogar einen Kühlschrank mit einer Familien-Multimedia-Station. Damit lässt sich nicht nur das Innenleben überblicken. Gleichzeitig bietet das System die neusten Nachrichten, Wettervorhersagen und die Möglichkeit Musik zu streamen oder die Kalenderfunktion zu nutzen. Der Kühlschrank gibt sogar Tipps zur optimalen Kühlung, Rezepte und Ratschläge für eine gesunde Ernährung.

Haustechnik smarter

Haustechnik ist quasi das Herzstück der kompletten Smart-Home-Lösung, die Basisebene sozusagen. Dazu gehört der gesamte Bereich der Hausautomation, also alle Überwachungs-, Steuerungs-, Regelungs- und Optimierungseinrichtungen in einem Smart Home. Das gilt insbesondere für alle Einrichtungen, die direkt mit dem Haus verbunden sind, wie Alarmanlage, Beleuchtung, Belüftung, Beschattung und die Heiztechnik. Mit vernetzter Haustechnik lassen sich Heizung und Licht zentral steuern, Rollos und Jalousien zeit- und bedarfsgerecht öffnen und schließen. Abhängig von Tageszeit und Lichteinfall lassen sich Belüftungsanlagen betätigen oder Fensteröffnungen für Dachfenster bedienen. Dabei ist es sehr praktisch, dass diese ferngesteuerte Haustechnik auch über das Smartphone regelbar ist. So ist es möglich, von unterwegs in das System einzugreifen und beispielsweise die Heizung vor dem Nachhausekommen einzuschalten.

Smarte Multimedia und Unterhaltungselektronik

Das Smart Home hat auch einen spielerischen Effekt. Neben der Möglichkeit, Musik und Filme in den eigenen vier Wänden zu genießen lassen sich auch Kommunikationsmedien einbinden. Moderne Musikanlagen, die für das private Entertainment gedacht sind, haben LAN oder WLAN, um damit direkt Musik auf dem Internet zu empfangen, beispielsweise vom Webradio oder einem Streamingdienst. Ebenso ist es möglich, die Musik vom Smartphone, dem privaten Rechner oder einem Medienserver wiederzugeben.

Im Bereich Heimkino gibt es das Smart TV, um Filme zu streamen oder die Filme werden mit einem Beamer an die Wand projiziert. Die Steuerung ist ganz einfach mit dem Smartphone möglich und die Filme gibt es ebenfalls von einem Medienserver. Dabei lässt sich auch WLAN-Radio einbinden, über das die Webradio-Streams hörbar sind. Im Bereich Home-Entertainment gibt es als absolutes Highlight die Multiroom-Systeme verschiedener namhafter Hersteller. Dabei sind Lautsprecher über den gesamten Wohnbereich verteilt und via LAN oder WLAN mit dem Multimedia-System vernetzt. Die Steuerung erfolgt zentral über eine Fernbedienung, den Rechner oder das Smartphone.

Abbildung 1: Pixabay © geralt (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: Pixabay © geralt (CC0 Public Domain)

Abbildung 3: Pixabay © stevepb (CC0 Public Domain)

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George Zervos

2 KommentareKommentar hinterlassen

  • Vielen Dank für diesen Beitrag über Smart Home. Ich möchte demnächst ein Elektrounternehmen damit beauftragen, Smart Home in meinem Zuhause zu installieren und wollte mich vorab auch informieren, was es da für Möglichkeiten gibt. Guter Hinweis, dass sich grob drei Funktionsbereiche unterscheiden lassen.

  • Vielen Dank für diesen Beitrag über Smart Home Technik. Spannend, dass es sogar smarte Waschmaschinen gibt, die allein die Dosierung übernehmen. Ich möchte mir ein Smart Home einrichten und werde mich mal an eine Beratung wenden.

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