Homeoffice: 5 Tipps für produktives Arbeiten

Wenn das Schlafzimmer zum Arbeitsplatz wird, kann enormer Druck entstehen, der die Produktivität senkt und zu Schlafproblemen führt.

Das Thema Homeoffice ist aktuell in aller Munde. Jeder, der kann, soll zu Hause arbeiten und immer mehr Firmen ermöglichen es ihren Mitarbeitern, vom Homeoffice aus tätig zu werden. Allerdings ist es gar nicht so einfach, in den eigenen vier Wänden konzentriert im Arbeitsmodus zu arbeiten. Dieser Beitrag liefert ein paar Tipps, wie produktives Arbeiten zu Hause am besten funktioniert.

Arbeit & Psyche: Homeoffice erzeugt Druck

Die Technik macht es möglich: Der heimische Computer wird im Handumdrehen mit dem Firmennetzwerk verbunden, es gibt gemeinsame Plattformen zum Arbeiten oder für die Kommunikation. Allerdings warnen Gesundheitsexperten, dass im Homeoffice die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben unscharf werden. Wer es nicht gewöhnt ist, Berufliches und Privates strikt voneinander zu trennen, dem fällt es schwer, wirklich abzuschalten.

Der Druck wird im Homeoffice oft hoch und die psychische Belastung wächst. Wer im Homeoffice arbeitet muss ein besonderes Augenmerk auf die Work-Life-Balance haben und auch auf die körperliche Gesundheit Wert legen.

Vorteile und Nachteile der Arbeit zuhause

Eine Umfrage der AOK aus dem Jahr 2019 stellte fest, dass Menschen im Homeoffice häufig zufriedener sind und das Gefühl haben, mehr zu schaffen als im Firmenbüro. Allerdings zeigt dieselbe Studie, dass rund drei Viertel der Befragten sich im Homeoffice stärker erschöpft fühlen. Die Erschöpfung drückt sich in Lustlosigkeit um Konzentrationsschwäche, Nervosität, Wut und auch in Schlafproblemen aus. Das Fazit der AOK-Studie sowie von anderen Untersuchungen zum selben Themenbereich lautet: Arbeiten im Homeoffice verbessert die Produktivität und Selbstbestimmung, stört aber den Schlaf und fördert das Stressempfinden. Wer sich dessen bewusst ist, kann gezielte Gegenmaßnahmen ergreifen, um die genannten Nachteile aufzufangen.

1.    Arbeiten und Schlafen nicht im selben Raum

Ein wichtiger Aspekt, um den Stress zu senken und die Schlafqualität zu optimieren ist, Arbeitsraum und Schlafraum voneinander zu trennen. Der Arbeitsraum muss nicht zwingend ein abschließbarer Raum sein, es reicht schon eine eigens dafür eingerichtete Ecke, sei es in der Küche oder im Wohnzimmer. Es ist ideal, wenn der Arbeitsplatz stets am selben Platz ist und alle Materialien und Geräte gut organisiert und erreichbar sind. Gleiches gilt für den Schlafraum. Der Schlafraum sollte dem Schlafen vorbehalten sein. Elektrische Geräte sind hier tabu. Am besten bleibt das Handy auf dem Küchentisch und auch Fernsehen im Bett sollte vermieden werden, um die Schlafqualität so hoch wie möglich zu halten.

Ein extra eingerichteter Arbeitsplatz zuhause sorgt dafür, dass das Gehirn in den Arbeitsmodus umschaltet, sobald wir uns an den Tisch setzen.

2.    Arbeitsplatz perfekt einrichten

Ein perfekt eingerichteter Arbeitsplatz sorgt dafür, dass bei regelmäßiger Benutzung unser Gehirn in den Arbeitsmodus schaltet, sobald wir uns an den Tisch setzen. Am Arbeitsplatz sollten möglichst keine ablenkenden Utensilien stehen. Hier geht es einzig und allein um den Job. Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, braucht einen rückengerechten Bürostuhl. Überhaupt ist es ratsam, einen ergonomischen Arbeitsplatz einzurichten, weil dieser zur Produktivität beiträgt. Wer davon träumt, mit dem Laptop auf dem Schoß den ganzen Tag auf dem Sofa zu sitzen und zu arbeiten, sollte sich von diesem Gedanken verabschieden. Das wird auf Dauer zu Rückenschmerzen führen. Auch die Augen werden in Mitleidenschaft gezogen. Das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) liefert hierzu das hilfreiche Infoblatt „Praxisfeld Ergonomie – Büro: „Fit für den Büroalltag?“ unter https://www.dguv.de/. Dort ist auch eine Grafik zu finden, die alle wesentlichen Details zur Sitzposition und zur Arbeitshaltung am Schreibtisch anschaulich darstellt. Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick:

  • oberer Bildschirmrand des Monitors auf Augenhöhe bringen
  • Abstand der Augen zum Monitor 50-70 cm
  • Sitzhaltung mit rechtwinklig aufgestellten Beinen und rechtwinklig aufgelegten Armen
  • keine Spiegelungen auf dem Monitor zulassen

Neben der Einrichtung des Schreibtisches ist es essenziell, dass die Technik funktioniert. Nichts ist so ärgerlich und zeitraubend wie ungeeignete Software oder Hardware, die ständige Wartung erfordert. Deshalb ist es ratsam, den Arbeitsplatz technisch gesehen ideal einzurichten. Dazu gehört ein leistungsfähiger Rechner mit ausreichend Arbeitsspeicher, ein flimmerfreier Bildschirm, eine ergonomische Tastatur nebst ergonomischer Maus, gegebenenfalls ein Drucker und eine Kamera. Ist keine Kamera zur Hand, lässt sich bei Bedarf das Smartphone zur Kamera umfunktionieren.

Außerdem empfiehlt es sich, alle notwendigen Tools zu installieren, um im Arbeitsalltag ohne Zeitverlust arbeiten zu können. Spezielle Tricks für die Zusammenarbeit mit Kollegen, die an einem anderen Standort sitzen, sollten kein Geheimnis bleiben, sondern mit ihnen geteilt werden. Hier ist es zum Beispiel hilfreich zu wissen, wie sich der Bildschirm von Windows 10 mit anderen teilen lässt oder wie es gelingt, auf dem eigenen Bildschirm mehrere Bereiche zu nutzen und parallel verschiedene Programme übersichtlich nebeneinander geöffnet zu halten – und das ohne lästiges manuelles ausprobieren.

3.    Schlafzimmer perfekt einrichten

Als Gegenpol zum perfekt eingerichteten Arbeitsplatz sollte auch dem Schlafzimmer dieselbe Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das wichtigste im Schlafzimmer ist das Bett und es lohnt sich, hier etwas Zeit und Mühe auf die Auswahl zu verwenden. Bei https://betten.de/ findet sich eine vielfältige Auswahl von Boxspringbetten, Polsterbetten, Designerbetten und anderes mehr. Neben der passenden Optik, Größe und Höhe ist die Matratze essenziell. Ist diese abgestimmt auf das Lattenrost und das Körpergewicht sowie die Schlafgewohnheiten, steht einem erholsamen Schlaf nur noch wenig im Wege. Voraussetzung dafür ist, dass die Schlafumgebung angenehm temperiert und abgedunkelten ist. Weitere Einrichtungs- und Gestaltungstipps für ein ruhiges und gemütliches Schlafzimmer liefert https://wohnlichst-blog.de/.

4.    Verhaltensregeln aufstellen und Routinen schaffen

Einen Arbeitstag zu strukturieren und gewisse Routinen zu schaffen hilft dabei, produktiver und konzentriert zu arbeiten. Hilfreiche Routinen sind zum Beispiel die morgendlichen Abläufe beizubehalten, inklusive Styling und Bürooutfit anziehen.

Anstatt morgens mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, könnte ein Spaziergang eine nützliche Alternative sein. Da Bewegung im Homeoffice oft Mangelware ist, ist der Spaziergang auch aus gesundheitlichen Gründen ratsam. Außerdem ist es empfehlenswert, einmal täglich Büro-Gymnastik zu praktizieren oder eine extra Sporteinheit in der Woche einzuplanen, um dem vorprogrammierten Bewegungsmangel Paroli zu bieten.

5.    Planung und Routine für ein ausgewogenes und gesundes Arbeitsumfeld

Der Arbeitstag zuhause lässt sich genauso planen wie im Büro: To-do-Listen aufstellen, Ziele formulieren und feste Termine abstimmen. Planbarkeit und Kontrolle sind das A und O, um die Produktivität auf der einen Seite und die Work-Life-Balance auf der anderen Seite zu sichern. Es hilft, die Arbeitszeit und die Freizeit bewusst voneinander zu trennen und im Terminkalender entsprechende Zeiten zu reservieren, zum Beispiel: 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr ist Arbeitszeit. Ab 17 Uhr ist Freizeit. Das bedeutet auch, nicht ständig erreichbar zu sein. Handy abschalten oder eine private und eine betriebliche Nummer nutzen, ist besonders hilfreich.

Abbildung 1: pixabay.com © stokpic (CC0 Creative Commons)

Abbildung 2: pixabay.com © StartupStockPhotos (CC0 Creative Commons)

 

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Michael Geiger

Michael ist im Bereich Online-Marketing vor allem für SEO, Social Media und PR zuständig und ist mitverantwortlich dafür, wie das Unternehmen nach außen auftritt. Außerdem tippt er hier fleißig Blog-Einträge rund um Computer & IT. Michael gefällt besonders die Abwechslung und die positive Atmosphäre bei Expertiger.

1 KommentarKommentar hinterlassen

  • Die richtige Beleuchtung ist nicht zu unterschätzen. Ich finde es beispielsweise sehr unangenehm, mit Kunstlicht zu arbeiten. Den Monitor parallel zum Fenster zu stellen und vom Tageslicht zu profitieren gefällt mir deutlich besser. Vielleicht noch an die Seite eine Stehlampe stellen und dann passt das. Vielen Dank für diesen guten Beitrag!
    LG
    Julius

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